Herbstanlass 2026 mit Beat Bechtold: Ein starker Wirtschaftsstandort braucht eine starke Stimme

Diesen Sommer wurde nach zwei Jahren Bauzeit das neue «Haus der Wirtschaft» der Aargauischen Industrie- und Handelskammer (AIHK) eröffnet. Entstanden ist ein stattlicher, ansprechender Bau, gebaut mit Schweizer Holz. Doch was bringt die AIHK den Unternehmen im Aargau ganz konkret? Mit dieser Frage im Rucksack reiste die FDP Erlinsbach vergangenen Mittwoch nach Aarau.

Bei einer Führung mit AIHK-Direktor Beat Bechtold gab es viel Interessantes über den Wirtschaftsstandort Aargau zu erfahren. Im Vergleich zur übrigen Schweiz sticht die Bedeutung von Pharma und Chemie sowie der MEM-Industrie hervor. Sie prägen den Aargauer Export mit Anteilen von rund 55 und 37 Prozent. Wichtigster Handelspartner ist mit über 40 Prozent die EU, gefolgt von den USA mit rund 21 Prozent. Innerhalb der EU steht Deutschland mit rund 14 Prozent klar an erster Stelle, gut doppelt so viel wie China.

Gerade weil der Aargau so stark vom Export abhängt, sind gute Rahmenbedingungen entscheidend, betonte Bechtold. Genau dafür setzt sich die AIHK als Stimme der Wirtschaft ein, mit Vernehmlassungsantworten, Stellungnahmen und Kampagnen. Ebenso wichtig ist die konkrete Unterstützung ihrer über 2’100 Mitglieder. Ihre AHV- und Familienausgleichskasse rechnet für mehr als 82’000 Mitarbeitende Beiträge ab. Zudem beantwortet die AIHK jährlich rund 4’000 Rechtsanfragen und nimmt über 15’000 Ursprungsbeglaubigungen vor. Dazu kommen Anlässe zur Vernetzung und über die Transferstelle FITT der Zugang zum Know-how der FHNW.

Angesichts der Herausforderungen einer vernetzten Wirtschaft war für die Teilnehmer des Anlasses klar, dass es eine Institution wie die AIHK braucht, damit Wirtschaft, Politik und Forschung gute Voraussetzungen schaffen. Besten Dank an Beat Bechtold für den spannenden Einblick.

 

Text: Andreas Bärtsch

Bilder: Pascal Faessli